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Hier finden Sie die Übersicht des tierärztlichen Bereitschaftsdienstes in Falkensee.

Notfall?
Wer hat Bereitschaftsdienst?

Goldakupunktur - ein Bericht aus 12 Jahren Erfahrung

Juli 2010

Peter Rosin, Berlin + Falkensee

Goldakupunktur

Ausgangspunkt:

  • Schmerztherapie herkömmlicher Art
  • Abwägung der Vor- und Nachteile
  • (erwünsche Wirkungen, unerwünschte Nebenwirkungen)

„If you always do what you did, you will always get what you got.“

(Abraham Lincoln)

nach Durkes, Kasper und Rosin

  • Zusammenhang von funktioneller Anatomie und Fortbewegung
  • „Gute“ ganzheitliche Orthopädie (Diagnostik, Abwägung der Therapiearten)
  • Einbeziehung der Pathologie des Schmerzes / neurolog. Grundlagen
  • Nutzung der schmerzregulatorischen Wirkung der Akupunktur

Basiswissen

Anatomie und Funktion

  • Gangbild
  • Lahmheit
  • Reflexzonen

„The body never lies“ (Dr. Marvin Cain)

Gangbilduntersuchung

  • Liegen / Hinlegen
  • Sitzen / Hinsetzen
  • Aufstehen
  • Stufenlaufen
  • Stehen
  • Schritt
  • Trab
  • Galopp

Triggerpunktuntersuchung

Untersuchung auf schmerzhaft überlastete Zonen und Reflexzonen des Bewegungsapparates

Definition:

Ein Triggerpunkt ist ein Punkt, der bei einer Störung seines Bezugsorgans immer schmerzhaft mit reagiert. Triggerpunkte werden mittels Druckpunktpalpation untersucht.

Bildgebende Diagnostik

  • Röntgen
  • rontgen_1

    herkömmlich oder digital …

    rontgen_2
  • Kernspintomographie (MRT)
  • rontgen_3
  • Computertomographie (CT)
  • rontgen_4

Indikationsstellung

Abwägen zwischen einzelnen therapeutischen und metaphylaktischen Maßnahmen

  • Medikamentengabe
  • Chirurgie
  • Akupunktur / Neuraltherapie
  • Physiotherapie / Osteopathie
  • Gerätegestützte physikalische Therapie (therapeut. Ultraschall, Magnetfeld, Laser etc.)
  • Homöopathie
  • Phytotherapie

Indikationen

Schmerzen, die aus einem chronischen Grundleiden heraus entstehen:

  • Hüftgelenksdysplasie / -arthrose
  • Spondylosen, Ankylosen, Diskopathien, CECS
  • Kniegelenksarthrosen, Ergänzung bei KBR
  • Ellbogenerkrankungen, Schulter-Ellbogen- Syndrom
  • andere Arthrosen und Tendopathien
  • Restschmerzen nach chirurgischen Eingriffen

Weitere:

  • Inkontinenz
  • Narbenstörungen
  • Immunerkrankungen
  • Anfallsleiden

Kontraindikationen

Chirurgische Indikationen wie z.B.:

  • Hüftgelenksluxation
  • OCD
  • hgr. Diskusprolaps bei entsprechender Neurologie
  • Frakturen / Fissuren
  • „frischer“ Z.n. Gelenkchirurgie
  • Andere:

  • bakteriell entzündliche Erkrankungen (z.B. Discospondylitis)
  • die meisten Tumorleiden
  • Apoplexie, Rückenmarksinfarkt etc.

Erfahrungsbericht: Altersgruppen

Junge Hunde (Gruppe 1)

  • häufig Vermeidungschance chirurgischer Interventionen z.B. an Hüften und Ellbogen (zumal nach Frühdiagnostik)
  • Ergebnisse zu fast 100% mind. genauso gut wie oder besser als chirurgische Ansätze
  • deutliche Verbesserung des Bewegungs- ablaufs und der Lebensqualität

Mittelalte Hunde (Gruppe 2)

  • w.o., allerdings je nach Zustand der Arthrosen nicht immer gute Beweglichkeit und Bewegungsabläufe zurück zu erlangen

Alte Hunde (Gruppe 3)

  • häufig Vermeidungschance chirurgischer Interventionen
  • hilft häufig in Fällen, wo Schmerz- und Entzündungshemmer nicht mehr gut wirken
  • deutliche Verbesserung der Lebensqualität
  • Absetzen oder Dosisreduktion von Schmerzmitteln / Entzündungshemmern
  • „Seniorenprogramm“ (Gruppe 4)

  • w.o., die Patienten „leben noch einmal auf“

Erfahrungsbericht: Zielsetzungen für die jeweiligen Gruppen

Gruppe 1 schmerzfreies Heranwachsen, Schmerzfreiheit der chronischen Grundleiden, Normalisierung des Gangbildes, Teilnahme an einem aktiven Leben

Gruppe 2 Schmerzfreiheit der chronischen Grundleiden, einschränkungsbedingt weitestgehende Normalisierung des Gangbildes, Teilnahme an einem aktiven Leben

Gruppe 3 weitestgehende Schmerzfreiheit der chronischen Grundleiden, einschränkungsbedingt weitestgehende Normalisierung des Gangbildes, Teilnahme an einem aktiven Leben, Wiedererlangung individuell unterschiedlicher „Wohlfühlparameter“ im Auge des Besitzers und damit Verbesserung der Lebensqualität

Gruppe 4 w.o. soweit möglich mit primärer Zielsetzung der Verbesserung der Lebensqualität und damit durchaus Verlängerung der Lebenserwartung „auf den letzten Metern“

Erfahrungsbericht: Erkrankungen n ges.= > 4500 Patienten

Hüfte

  • ob ggr. oder hgr. HD oder Arthrose:

Gruppe 1 über 95 %

Gruppe 2 über 87 %

Gruppe 3 über 82 %

Gruppe 4 über 95 %

Merke: für Post-OP-Patienten häufig geringere Verbesserungen als für (noch) nicht operierte!

Wirbelsäule

  • häufig zusätzlich neurologische Zielsetzungen

Gruppe 1 über 85 %( bedenke Missbildungen)

Gruppe 2 über 91 %

Gruppe 3 über 78 %

Gruppe 4 über 74 %(schwere Einschätzbarkeit)

Merke: für Post-OP-Patienten häufig geringere Verbesserungen als für (noch) nicht operierte!

Knie

  • bei KBR je nach Vorgehensweise metaphylaktisch!
  • nicht selten Begleittherapie durch Gelenksinjektionen ( ca. 12 % )

Gruppe 1 über 87 %

Gruppe 2 über 81 %

Gruppe 3 über 73 %

Gruppe 4 über 62 %

Merke: für Post-OP-Patienten häufig geringere Verbesserungen als für (noch) nicht operierte!

Ellbogen

  • nicht selten mechanische Beeinträchtigungen durch arthrotische Zubildungen
  • große Anzahl funktioneller Überlastungen ohne Arthrose v.a. bei jüngeren Hunden

Gruppe 1 über 93 %

Gruppe 2 über 78 %

Gruppe 3 über 72 %

Gruppe 4 über 64 % Einschätzungsthema !

Merke: für Post-OP-Patienten fast immer geringere Verbesserungen als für (noch) nicht operierte!

Schulter

  • häufig Muskel-Sehnenpathologie!

Gruppe 1 über 98 %

Gruppe 2 über 92 %

Gruppe 3 über 87 %

Gruppe 4 über 81 %

Merke: für Post-OP-Patienten häufig geringere Verbesserungen als für (noch) nicht operierte!

Carpus / Tarsus / Zehengelenke

  • häufig chron.-kalzifiz. Insertionsdesmopathie

Gruppe 1 über … %

Gruppe 2 über 93 %

Gruppe 3 über 79 %

Gruppe 4 über 58 % (Muskel-/Sehnenverkürzungen)

Merke: für Post-OP-Patienten häufig geringere Verbesserungen als für (noch) nicht operierte!

Fazit

Akupunktur, Neuraltherapie und Goldakupunktur sind sehr effektive und erfolgreiche ergänzende oder allein stehende Therapiekonzepte bei der Behandlung von Schmerzen, insbesondere Goldakupunktur bei der dauerhaften und nebenwirkungsfreien Behandlung von chronischen Schmerzerkrankungen.

Der Inhalt des nebenstehenden Beitrags wurde einer Power Point Präsentation von Peter Rosin entnommen.